READY TO RACE ist sein Antrieb – auf dem Bike, im Beruf und im ORANGE BOARD. Kein Tamtam, keine Umwege. Nur pures Fahrerlebnis, Adrenalin und der Wille, Dinge zu verändern. Im Interview spricht Christian über seine Sicht auf die Motorradwelt und darüber, warum Fortschritt dort beginnt, wo die Komfortzone endet.
Nenne drei Wörter, die dich als Rider beschreiben?
Gelassen, souverän, wetterfest.
Was war ein besonderes Erlebnis mit deinem KTM Motorrad?
Jedes Motorrad-Abenteuer mit meiner KTM ist für mich einzigartig. Der Reiz liegt nicht in einem einzelnen Moment, sondern in der Summe der Erlebnisse. Jede Tour schreibt ihre eigene Geschichte – geprägt von besonderen Augenblicken, neuen Kulturen und Begegnungen mit Menschen, die diese Reisen nachhaltig bereichern.
Welche Wirkung sollte das ORANGE BOARD haben – und welche Rolle spielst du darin?
Das ORANGE BOARD soll Probleme klar benennen und echte Veränderungen anstoßen. Als externer Teilnehmer bringe ich eine neutrale, unvoreingenommene Perspektive ein. Interne Abläufe können betriebsblind machen – mein Blick von außen hilft, Probleme zu identifizieren und neue Lösungsansätze zu entwickeln.
Was bedeutet es für dich, Teil des ORANGE BOARD zu sein?
Teil des KTM ORANGE BOARD zu sein heißt für mich, aktiv an der Zukunft der Marke und ihrer Produkte mitzuwirken.
Wer bist du abseits des ORANGE BOARD?
Nach meinem Medizinstudium in Wien habe ich mich breit aufgestellt: als Facharzt für Allgemeinmedizin und Unfallchirurgie, Sportmediziner und Notarzt. In meiner Ordination in Mehrnbach steht der Sportfokus im Zentrum. Ich bin stolz darauf, dass ich dieses Jahr das Red Bull KTM Factory Racing team der Rally Dakar als offizieller Teamarzt begleiten durfte. Außerdem bin ich seit 10 Jahren Teamarzt des HSV RIED MOTOCROSS ENDURO und betreue auch immer wieder das ÖSV-Team medizinisch. Privat bin ich Familienmensch. Gemeinsam mit meiner Frau Eva und unseren drei Kindern halten wir uns gerne in den Bergen auf, im Sommer beim Wandern und im Winter carven wir gemeinsam über die Skipisten – wir brauchen die Bewegung und die Natur. Meine größte persönliche Entspannung und gleichzeitig Herausforderung finde ich in meinen Hobbys. Ich liebe es, meine eigenen Grenzen auszuloten oder mich in meiner Garage beim „Zangeln“ zu entspannen. Ich bin sowohl auf der Rennstrecke als auch im Gelände am Motorrad zu finden. Fit halte ich mich mit E-Mountainbike oder dem Gravelbike oder auch mal am Ergometer. Ich glaube, dieser persönliche 'READY TO RACE'-Geist, den man auch bei KTM-Events erlebt, spiegelt meine Grundeinstellung wider: Immer bereit sein, sich neuen Herausforderungen zu stellen, aber dabei nie die Bodenhaftung und die Wichtigkeit der Gemeinschaft zu vergessen.
Was macht die KTM-Community besonders?
Die Farbe Orange ist weit mehr als ein Markenzeichen – sie ist Identität. KTM-Fahrer erkennen einander sofort. Dieser Stolz schafft Verbundenheit. Besonders im Offroad- und Adventure-Bereich zeigt sich eine hilfsbereite, resiliente Gemeinschaft, geprägt von Kameradschaft, gegenseitigem Respekt und dem Austausch von Erfahrungen über Kontinente hinweg.
Welchen Rat gibst du Motorrad-Einsteigern?
READY TO RACE ist kein Slogan, sondern eine Verpflichtung zu Performance, Dynamik und Intensität. KTM baut keine Bikes, um gemütlich zu cruisen. Sie werden gebaut, um die Grenzen auszuloten. Wer das liebt, sollte es selbst erleben – bewusst, mit Respekt vor Maschine, Gelände und eigenen Grenzen.
Hast du ein Ritual vor dem Fahren?
Volle Konzentration, Fokus, Visier schließen und eintauchen in die Motorradwelt. READY TO RACE.
Wie unterscheidet sich der Spirit von KTM-Events zu anderen Sportevents?
Die Gemeinschaft steht im Vordergrund, besonders bei nicht-professionellen Rallyes. Es herrscht eine starke orange Solidarität, bei der sich die Fahrer gegenseitig auf der Strecke helfen, sich austauschen und die Abende gemeinsam verbringen. Die Stimmung ist inklusiv und dreht sich um die gemeinsame Leidenschaft zum Geländefahren. Im Gegensatz zu anderen Markenoffenen Rallys herrscht hier eine „Anpacken“-Mentalität. Die Fahrer sind oft selbst für kleine Reparaturen zuständig und es herrscht eine praktische, bodenständige Atmosphäre. Die Stimmung ist geprägt von Entdeckung, Ausdauer und einem unverfälschten Naturerlebnis (Schotter, Dreck, Schlamm).
Hat sich deine Motivation für das ORANGE BOARD nach dem ersten Treffen verändert?
Ja, die wurde noch stärker. Die anfängliche Motivation, gehört zu werden, ist einer echten Verantwortung gewichen. Es geht darum, schwierige Fragen zu stellen und sicherzustellen, dass ungeschöntes Feedback tatsächlich in Strategie, Produkte und Service einfließt. Genau darin liegt der Wert und die Glaubwürdigkeit des ORANGE BOARD.