SCHÖGLER DOMINIERT MX ÖM SAISONAUFTAKT!
veröffentlicht am 02.04.2012 / created by Philipp Grünberger
Der steirische KTM Pilot und MX2-Staatsmeister des Vorjahres konnte beide Läufe der MX Open Klasse in Langenlois (NÖ) klar für sich entscheiden. Peter Reitbauer wurde Zweiter in Lauf 1, Manuel Obermair belegte Rang 3 in Lauf 2. In der MX2-Kategorie fuhr Lukas Neurauter zweimal auf den dritten Platz. Michael Staufer, KTM Vertrags- und Entwicklungsfahrer sowie MX Open Meister 2011, war nicht mit dabei. Er konzentriert sich 2012 vor allem auf die MX3-Weltmeisterschaft.
Kein Aprilscherz war der Saisonauftakt der Österreichischen Motocross Staatsmeisterschaft 2012. Am Sonntag dem 1. April standen nämlich in Langenlois bei eher winterlichen Temperaturen die ersten beiden Rennen der Saison auf dem Programm. Ebenfalls mit am Start war die neu gegründete "MX Master Austria"-Nachwuchsserie, in der Rennen in fünf verschiedenen Kategorien ausgefahren werden.
Ein neues Format brachte zusätzliche Spannung. In dieser Saison werden nämlich alle drei Meisterschaftsklassen (85ccm, MX2 und MX Open) an einem Tag ausgetragen. In der MX2-Meisterschaft wurde zudem ein Alterslimit von 23 Jahren eingeführt, weshalb einige Fahrer die Klasse wechseln mussten und sich ab sofort nur mehr auf eine Klasse konzentrieren können beziehungsweise müssen.
Spannend war auch das Qualifikationstraining. Weil der Zeitenmonitor ausfiel wusste bis zum Aushang der Rundenzeiten niemand, wie die Startreihenfolge aussehen wird. Trotz einer nicht perfekten Runde sicherte sich Peter Reitbauer mit 0,6 Sekunden Vorsprung vor seinem KTM Markenkollegen Marco Schögler die Pole Position – übrigens die Erste in seiner Karriere!
Reitbauer erwischte im ersten Rennen aber einen schlechten Start und musste auch einmal zu Boden. Schögler konnte sich hingegen schnell vom Rest des Feldes absetzen, Reitbauer kämpfte sich mit extrem flotten Rundenzeiten noch bis auf Platz 2 nach vorne.
Marco Schögler: "Ich war eigentlich selber sehr überrascht, dass es in Langenlois so gut lief und ich mich vor allen Dingen im ersten Lauf so leicht vom Verfolgerfeld absetzen konnte. Der Start ging an mich und sofort konnte ich einen großen Vorsprung herausfahren. Dann nahm ich sogar etwas Speed heraus, um mich für den zweiten Lauf zu schonen, denn zeitweise hatte ich 25 Sekunden Vorsprung.
Im zweiten Rennen erwischte ich keinen optimalen Start. Es gab in der ersten Kurve eine Massenkarambolage, aber ich konnte mich gut daran vorbei schwindeln. Danach fand ich schnell einen Rhythmus und konnte Lauf 2 ebenfalls für mich entscheiden. Ich fahre heuer ja die 350er KTM, die extrem gut zu mir passt. Ich fühle mich auf dem Motorrad sehr wohl und habe das Gefühl, richtig frei damit fahren zu können.
Der einzige negative Punkt des Wochenendes war, dass ich mir, wie schon im Vorjahr, in der Qualifikation eine Zehe gebrochen habe. Passiert ist es bei einer Kollision mit einem anderen Fahrer, bei der ich mir den Fuß eingezwickt habe. Mittlerweile, also zwei Tage später, ist er natürlich sehr geschwollen und schaut dementsprechend fürchterlich aus. Dennoch werde ich in Paldau an den Start gehen.
Wichtig ist mir in Paldau in beiden Läufen auf das Podium zu fahren. Natürlich wäre ein Heimsieg sehr schön, zumal ich dort noch nie, bis auf die Junioren-ÖM, einen Laufsieg feiern konnte. Aber ich werde nicht alles riskieren, sondern versuch weiter beständig Punkte zu sammeln um die Titelchance in der ÖM weiter zu wahren – die Saison ist ja noch lange. Neben der Open ÖM werde ich auch einige ADAC MX Masters Rennen bestreiten."
Peter Reitbauer: "Im zweiten Rennen wollte ich unbedingt besser starten, um die Chance auf den Sieg zu wahren. Doch der Beginn war wieder mittelmäßig. In der ersten Kurve strauchelte zudem ein Fahrer vor mir, ich konnte nicht mehr ausweichen und löste eine Massenkarambolage aus. Leider wurde dabei mein Motorrad so stark beschädigt, dass ich das Rennen aufgeben musste. Dieser Ausfall schmerzt an so einem Tag natürlich doppelt, doch musste ich froh sein, unverletzt wieder nach Hause fahren zu können."
Manuel Obermair startete als Sechstschnellster der Qualifikation um Position 10 ins erste Rennen. Er konnte sich bis auf die fünfte Position nach vorne kämpfen, ehe ein Stein sein Hinterrad versetzte und er zu Sturz kam. Trotz einiger dadurch verlorenen Plätze beendete er das Rennen mit seiner Zweitakt KTM 300 EXC als guter Fünfter.
"Ich fühlte mich gut und hatte das ganze Rennen über einen sehr starken Zweikampf mit dem Slowaken Martin Kohut. In der letzten Runde zerschlug mir ein Stein dann leider die Brille und ich musste das Tempo etwas drosseln. Dennoch konnte ich sicher den dritten Platz ins Ziel retten. Für mich war das Wochenende sehr OK und ich befinde mich jetzt in einer guten Ausgangsposition für die weiteren Rennen", meinte Manuel Obermair nach Lauf 2.
Was in Langenlois besonders auffiel war die enorme Anzahl an Startern. Das MX2-Feld war mit 40 möglichen Teilnehmern komplett ausgebucht. Auch die MX Open mit 29 sowie die 85er-Klasse mit 27 Startern waren sehr gut besetzt. Zusammen mit dem Auner supercross.at Cup (ebenfalls 40 Starter) waren somit 136 Teilnehmer am Sonntag in den vier Klassen am Start.
Die nächste Runde findet schon am kommenden Wochenende in Paldau (NÖ) statt.















































