STARKER AUFTRITT VON REITBAUER BEI ADAC MX MASTERS IN MEHRNBACH
veröffentlicht am 16.08.2011
Als letzter internationaler Event vor der Herbstsaison der österreichischen Meisterschaft, stand für Peter Reitbauer das ADAC MX-Masters in Mehrnbach bei Ried im Innkreis am vergangenen Wochenende auf dem Programm. Die größte internationale MX-Veranstaltung Österreichs ist noch eine Nummer höher einzustufen als die MX3-WM – sind die MX-Masters doch nach der MX1- und MX2-WM die drittstärkste Serie Europas.
Die Strecke in Mehrnbach gestaltete sich in diesem Jahr als sehr anspruchsvoll, speziell die schwierigen Sprungkombinationen verlangten sogar den zahlreichen WM-Startern einiges ab. In der Qualifikation am Samstag hatte Reitbauer wieder mal das Pech gepachtet. Er verpasste den direkten Einzug in die Finalläufe um lediglich eine einzige Hundertstelsekunde! Somit musste er sich über den Hoffungslauf für das Finale qualifizieren. Diesen konnte Reitbauer souverän gewinnen und ging somit vom 31. Startplatz in die beiden Rennen am Sonntag.
Bei sommerlichen Temperaturen und perfekter Strecke startete Reitbauer von seiner schlechten Startposition sehr gut in den ersten Lauf und lag nach einer Runde auf Rang 14. „Nach zehn Minuten wurde ich von einer Wespe direkt in den Hals gestochen und ich hatte sehr viel Schmutz in der Brille und sah teilweise nur noch verschwommen“, schilderte Reitbauer. „Ich ließ mich dadurch aber nicht beirren und fand zu Halbzeit einen immer besseren Rhythmus. Nach 20 Minuten lag ich immer noch auf Position 15, lief aber auf meinen Vordermann auf. Ich wusste, dass ich aufgrund meiner Sichtprobleme kurzen Prozess machen musste und attackierte sofort. Ich nahm in einer Kurve die Innenspur und schnitt meinem Gegner den Weg ab, dieser hat nur noch zwei Möglichkeiten: Gas zumachen und den Positionswechsel akzeptieren oder am Gas bleiben und voll in mich rein fahren. Er entschied sich für die zweite Variante und wir gingen beide zu Boden. Das Motorrad war komplett verbogen und ich musste das Rennen leider frühzeitig beenden.“
Im zweiten Lauf hatte er dann einen etwas schlechteren Start und lag zwischenzeitlich nur auf Rang 23. Reitbauer fuhr dann aber ein konstantes Rennen und kam als 17. ins Ziel. „Bei den extrem hochkarätigen Starterfeld eigentlich ein Platzierung mit der ich zufrieden sein kann“, meinte Reitbauer. „Leider passierte mir aber zur Halbzeit ein Missgeschick, als es mir nach einem weiten Sprung meinen linken Fuß von der Raste riss und ich mir dabei den Knöchel heftig verdrehte. Es erwischte ausgerechnet das Sprunggelenk, das ich mir in der letzten Saison schon verletzt hatte und welches noch immer nicht 100 Prozent genesenen war. Nach dem Rennen schwoll es etwas an, aber ich hoffe natürlich, dass ich bis zur MX-Open-ÖM am kommenden Wochenende in Seitenstetten wieder komplett fit bin.“
Der Tagessieg in der großen Klasse ging vor 7000 Zuschauern sensationell an den Waldneukirchner Günter Schmidinger (OÖ/Honda), vor den beiden MX2-WM-Piloten Valentin Teillet (F/Suzuki) und Pascal Rauchenecker (A/KTM). Matthias Walkner belegte auf seiner KTM den achten Gesamtrang, nachdem er im ersten Lauf nur 20. wurde, Lauf 2 aber als Zweiter beendete. Manuel Obermair fuhr auf den 15. Gesamtplatz (DNF/10.) und seine österreichischer Markenkollegen bei KTM, Marco Schögler (15./DNF), belegte vor Peter Reitbauer Rang 23.














































