SIX DAYS 2012 – TAG 5/6
veröffentlicht am 29.09.2012 / created by Bernhard Walch
Der letzte lange Ritt: Franzosen kämpfen intern um den Gesamtschnellsten, alle sechs Österreicher im Ziel.
Ein fünftes und letztes Mal geht es auf eine lange Etappe und diese führt in die Gegend um Culitzsch/Marienau mit nochmaligen 300 Gesamtkilometern und acht Sonderprüfungen. Die Streckenführung beinhaltet etliche Asphaltabschnitte, was auch den Schwierigkeitsgrad gegenüber den letzten beiden Tagen herabsetzt. Hart wird es allemal, sitzen den Teilnehmern doch schon mehr als 1000 Kilometern in den Knochen und jeder weitere Tag geht tiefer an die Substanz. Volle Konzentration ist die Devise und nur keinen Ausfall in letzter Minute riskieren.
Team France mit internem Duell um den Overall-Titel
Ganz so easy werden es Antoine Meo/KTM und Christophe Nambotin/KTM nicht angehen. Nambotin knöpfte am Tag 4 Teampartner Meo die Führung in der Overallwertung ab und wird sicher alles versuchen, weiter in Front zu bleiben. Meo seinerseits hat den begehrten Titel des schnellsten Fahrers Gesamt sicher auch noch nicht abgeschrieben und wird bis zum Schluss voll angreifen. Die Franzosen führen nach Tag 5 sämtliche Wertungen an – von World Trophy, Junior Trophy, Women Trophy über sämtliche Einzelklassen mit Meo/E1, Aubert/E2 und Nambotin/E3 an der Spitze. Totale Dominanz der Grande Nation. Dahinter liegen weiterhin die Australier vor Italien, die ihren Platz gegen die Finnen absichern können und einen Vorsprung von rund acht Minuten aufgebaut haben. Dahinter werden die Abstände knapper und Finnland, Spanien, USA und Schweden liegen alle innerhalb von vier Minuten. Bei diesen vier Teams geht es auch beim Abschlussrennen direkt am Sachsenring nochmal um die Wurst.
Trophy Team Austria übersteht auch Tag 5 mit allen sechs Mann
Auf Platz 12 festgesetzt hat sich auch das rotweißrote Team, das die aufrückenden Polen heute in die Schranken wies und am Tagesende mit einem Vorsprung von über 50 Minuten ins Ziel einfährt. „Alle Mann im Ziel“, als Spruch der Woche – auch den fünften Tag beendet Team Austria vollzählig und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Rudi Pöschl ist dabei auf seiner 501er Husaberg wieder der Mann mit den schnellsten Zeiten innerhalb des Teams, gefolgt von Lars Enöckl auf Platz 2 der internen Teamwertung. Die Beiden befinden sich noch auf Goldmedaillenkurs, was bedeutet, dass ihre Zeiten maximal zehn Prozent hinter dem jeweiligen Klassenschnellsten liegen dürfen. Das heißt im konkreten Rudi Pöschl/E3 hat Nambotin als Richtmarke und Lars Enöckl fixiert Johnny Aubert in der E2.
Am Abend wurde dann die Streckenführung für das Abschlussrennen ganz genau inspiziert, um für den letzten Tag fit zu sein und wenn möglich, die Goldmedaille mit nach Hause zu bringen. Go for Gold Rudi & Lars!
Junior Trophy Team Austria hält sich fabelhaft
Das rotweißrote Junior Team sitzt auch die heutigen 300 Kilometer auf einer A...schbacke ab und festigt ebenfalls Platz 11 gegen die Chilenen, denen sie eine weitere Minute abnehmen können. Florian Salbrechter scheint seine angeknackste Rippe bereits ausgeheilt zu haben, liefert der Kärtner doch die schnellsten Teamzeiten des Tages.
Daneben liefern auch die restlichen Jungs konstante Zeiten und das Juniorteam ist damit ebenfalls mit geschlossener Mannschaftsleistung ohne einen einzigen Ausreißer über alle bisherigen fünf Tage unterwegs.
Blick hinter die Kulisse
Jeder Tag endet mit der Einfahrt in die Servicezone mit fixen 15 Minuten Arbeitszeit für die anfallenden Arbeiten an den Renngeräten, bevor diese wieder im Parc Fermé abgestellt werden müssen. An dieser Stelle einmal ein Lob an die Mitarbeiter von KTM, die täglich top vorbereitet von der Früh bis am Abend mit kundiger Hand den Fahrern zur Seite stehen und sämtliches Material stets griffbereit haben. Daneben gibt es noch die KTM Truppe von Six Days Legende Harald Sturm, die die Betreuung an den Zeitkontrollen inne hat und auch hier großartiges leistet. Die ISDE sind auch in logistischer Hinsicht eine gewaltige Herausforderung und ohne jede Menge Helfer lassen sich die Six Days wahrscheinlich nur schwer überstehen.
1 aus 6 – dann sind die Red Bull Six Days Germany Geschichte, aber bis dahin gibt es noch jede Menge zu berichten.
Red Bull Six Days 2012 – Impressionen Tag 5















































