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DAKAR 2013 – DER ERFAHRUNGSBERICHT VON FERDINAND KREIDL (A), RANG 88!

veröffentlicht am 28.01.2013 / created by KLS-Rally Raid Team Pressemitteilung (Kreidl)

Der einzige Österreicher unter den 196 Startern in der Motorradkategorie, Ferdinand Kreidl (#125) aus Bergland in Niederösterreich, schaffte es mit seiner KTM 450 Rally Replica beim zweiten Start, nach dem unglücklichen Aus im Vorjahr, heuer als 88. ins Ziel! Nach über zwei Wochen Strapazen kann er das bekannte Zitat von Alfi Cox nur bestätigen…

…„Willst du Spaß haben, dann fahre jede Rally, nur nicht die Dakar!“, schreibt Ferdinand Kreidl in seinem Abschlussbericht zum Projekt Dakar 2013. Es ist eine permanente Schinderei und ein Kampf gegen sich selbst: Übermüdung, zeitlicher Stress (man ist immer hinten dran), täglich enorm viele Situationen an denen man scheitern kann und dieses Jahr zusätzlich die krassen Temperaturunterschiede.

„Teilweise hatten wir am Morgen des Tages knapp über null Grad und Regen – fesche Sache mit normaler Enduro-Bekleidung – und zu Mittag dann schon wieder 40°C. Das Serviceteam ‚TeamKaiser’ hat hervorragende Arbeit geleistet: ich habe mein Bordwerkzeug während des Rennens kein einziges Mal benötigt, erst im Ziel bei der Demontage des Iritraks habe ich die Kombizange ausgepackt.“

Servicearbeiten und Teile
Täglich wurde das Motorrad zur Gänze durchgecheckt, also alle Schrauben nachgezogen, Speichen kontrolliert und wenn notwendig nachgezogen, Luftfilter getauscht und Öl gewechselt. „Die Ölwechsel sind Grundlage für die Entscheidung ob der Motor getauscht wird oder nicht – sind kein Abrieb oder Späne im Öl so bleibt der Motor drinnen, jeder Motorwechsel ist auch eine Risiko nach dem Motto ‚never change running systems’. Ich bin also mit einem Motor durchgefahren.

Reifen und Mousse haben wir nach Bedarf getauscht – also nicht immer täglich. Der Kettensatz und die Ruckdämpfer in der Hinterradnarbe wurden jeweils einmal getauscht. Alle zwei Tage die Bremsbeläge. Drei Vorderradfelgen habe ich auch verbraucht. Die Sicht war im Staub oft grundsätzlich schlecht und ich hatte mit meiner Einclipsbrille in der MX-Brille nochmals weniger Sicht und somit manchen Stein im Fesh-Fesh ‚gefunden’ und das dann mit ‚Köpfler’ kommentiert. Den linken Tank habe ich mir fast durchgeschliffen, es muss also ein neuer her.“


Essen und Trinken
„Gegessen habe ich immer wenn Möglichkeit dazu war: um halb fünf Uhr Morgens bereits Eierspeise, Schinken und Nudeln, tagsüber Energieriegel und am Abend Fleisch. Den Trinkrucksack habe ich zusätzlich zu den Getränken beim Essen mindestens zweimal täglich mit 3 Liter befüllt (Kohlehydrate und Mineralstoffe).“

Die ganze Quälerei hat sich aber mit der Zielankunft in Santiago de Chile mehr als gelohnt. Zwischen dem Start in Lima und diesem absoluten Glückserlebnis in Santiago sammelte Kreidl als einziger Österreicher am Start viele intensive Erlebnisse:

- spektakuläre Dünenauf- und -abfahrten
- endlos lange Flussbette
- permanent wechselnde Untergründe
- von Meeresniveau mehrmals auf eine Höhe von knapp 5.000 hm
- teilweise Sekundenschlaf bei den Verbindungsetappen
- tolle Naturerlebnisse (Pinguine an der Pazifikküste!)
- extrem begeisterte Menschen – vor allem in Argentinien: die Fans haben viel Kraft gegeben
- Flussdurchfahrten
- enorm schnelle Schotterpisten
- Stürze mit schmerzlichem, aber glücklichem Ausgang und toller medizinischer Behandlung
- Anstrengung bis zum Abwinken
- enorme Kälte und noch am selben Tag wieder Wüstentemperaturen

Tiefpunkt

„Zwei Tage hintereinander bin ich auf denselben Arm gestürzt – beim zweiten Sturz habe ich dann schon heftig in den Helm geflucht.“

Höhepunkte
„Die beeindruckende Natur und die Erfüllung eines langjährigen Traumes: die Zieldurchfahrt in Santiago de Chile mit Überreichung der Medaillie und der anschließenden Siegesfeier!“

Wie geht es weiter?
„Am 2. Februar haben wir noch unsere Weihnachtsfeier von der ‚OffroadGang’ – da darf ich dann mal wieder ein oder zwei Bier trinken. Was dann kommt? Hmmm – da habe ich jetzt ja etwas mehr Zeit zum Nachdenken...“

www.rallyeteam.at

www.dakar.com

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Ferdinand Kreidl startet am 3. Jänner 2013 in Lima (PE) in seine zweite Dakar

Endlose Sanddünen in der ersten Woche

Mehr Vegitation in Woche 2

Tiefpunkt: die Armverletzung

Ein Höhepunkt: die Zielankunft mit Medaillienüberreichung und Siegesfeier

An alle Sponsoren: Herzlichen Dank für die Unterstützung!

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