ALLES WALZER AUF DER ACC IN TÜRNITZ!
veröffentlicht am 02.07.2012 / created by ACC Pressemitteilung
Die legendäre ACC-Waldstrecke in Türnitz bot am Samstag dem 30. Juni die perfekte Kulisse für den ultimativen Showdown vor der Sommerpause von Österreichs größter Rennserie für Offroad- Biker – der Austrian Cross Country Championships (ACC)!
Auf einer erneut perfekt angelegten 6,2 Kilometer langen selektiven Waldstrecke mit zirka 800 zu absolvierenden Höhenmetern pro Runde konnte der steirische KTM Haudegen Bernhard Walzer mit seinem Sieg das große ACC-Sommernachts-Fest einläuten!
Auf den Rängen folgten in der prestigeträchtigsten Klasse der Profis Patrick Neisser als Zweiter (Abstand 2 Minuten) und der Podiums-Novize Florian Salbrechter (Husaberg) als Dritter, mit bereits fünf Minuten Abstand auf den Gewinner! Die edle Waldstrecke, gewürzt mit Kiesgruben Auf- und Abfahrten, forderte Vielseitigkeit, welche bei gemütlichem, Festival-ähnlichem Camping-Flair im Sägewerk Franz Lampl’s, sowie dem legendären Türnitzer Waldfest als abendliche Party-Location auch ausführlich nachbesprochen werden konnte.
Der Haudegen ist zurück – alles Walzer!
"Heute hier zu gewinnen war in meiner 24-jährigen Motorsport-Karriere sicherlich der emotional bewegendste Moment“, so ein sichtlich gerührter Berni Walzer, von Beruf Mechaniker-Meister und KTM Händler, bei der Preisverleihung. Walzer beehrt seit 2004 die ACC und ist daher seit Beginn an dabei, konnte gestern aber erstmals seit 2005 wieder einen Lauf gewinnen!
Favoritensterben in der ersten Renn-Hälfte
Walzer fuhr ständig im Epizentrum der Pro-Klasse und er triumphierte am Ende eines wahrlich heißen Kampfes, nicht nur wegen des nahezu perfekt-heißen Wetters! Es flogen die sprichwörtlichen Fetzen: Nach dem Start gleich der erste prominente Ausfall: ACC Titelverteidiger (Anm. also „ACC Meister/Champion 2011“) Seppi Fally crashte bereits in der ersten Runde hart in einer Steil-Abfahrt im Schotter, als er nach schlechtem Start mit der Brechstange versuchte, auf die Führenden aufzuschließen.
Vorne matchten inzwischen auch der Gewinner des Holeshots, Mario Hirschmugl (KTM), Patrick Neisser und Rudi Pöschl (Husaberg) Rad-an-Rad bzw. Lenker-an-Lenker bei mehr als 30 Grad im Schatten und über die gesamte Renndauer von zwei Stunden durch den Türnitzer Mischwald samt Kiesgrube mit!
Dann begann das große Favoritensterben: Erst mußte Hirschmugl wegen einer technischen Kleinigkeit (gerissenen Benzinschlauch) das Handtuch werfen, zuvor rollte bereits Pöschl nach einem Sturz mit verbogenen Lenker und beleidigtem Brustkorb aus.
Mario Hischmugl: "Ich war voll motiviert für das Rennen in Türnitz, da ich in letzter Zeit viel im Wald trainiert habe. Das Rennen begann auch optimal für mich. Ich konnte sofort nach dem Start die Führung übernehmen. Nach der dritten Runde merkte ich aber, das mein Motorrad nicht mehr die volle Leistung brachte. Ich musste am Streckenrand halten und sah sofort, das Benzin auf den Motor tropfte, der Kraftstoffschlauch war geplatzt. Ich versuchte den Schlauch zu reparieren, was durch den hohen Druck im Kraftstoffsystem aber nicht möglich war. Zu diesem Zeitpunkt lag ich auf Platz 2, was natürlich doppelt schade war. Trotzdem bin ich mit meiner Fahrt bis dahin sehr zufrieden, das nächste Rennen kommt bestimmt."
Neisser und Walzer im Paarlauf
Vorne wurde inzwischen von Neisser und Walzer alles abgerufen, was trotz Hitze verfügbar war: Herz, Hirn, Speed, Courage und viel Kraft flossen in Strömen, die Führung wechselte des Öfteren, es kochte unter den Helmen, und am Ende konnte sich der Routinier Walzer einen kleinen Polster herausfahren und feuerte auf seiner KTM 350 EXC-F souverän im berühmten „Walzer-Rodeo-Style“ als Erster der Zielflagge entgegen.
Als Dritter unscheinbar, aber permanent schnell konnte sich erstmals der junge Florian Salbrechter (Husaberg) am Podium der Schnellsten positionieren. Er fuhr mit seinem unscheinbaren, flüssigen und sehr schnellen Stil im selektiven Wald-, und Wurzel-Track von Türnitz genau richtig konditioniert erstmals auf Rang 3. Danach ging es für viele zur Abkühlung direkt in den Bach im Fahrerlager in der Natur von Türnitz, und das Kalte Doserl Energie im Ziel ging bei vielen Vollè, also „auf Ex“ runter.
Große Leistungsdichte auch in allen weiteren ACC-Klassen
Auch in allen weiteren Klassen der ACC wurde unter den gesamt 300 Startern heftig und bis zum erlösenden Ende um die Plazierungen gekämpft. Die Damenklasse sah mit Nicole Sturm (Husaberg) eine neue, verdiente Siegerin. Trotz aller Ambitionen blieben die insgesamt drei Läufe aber nahezu unfallfrei, die Rettung und der Arzt genossen dank der gewohnt äußerst fairen Fahrweise der ACC Gemeinde einen relativ streßfreien Sommertag.
Weltneuheit – die Wasserkühlung für Fahrer!
Wassergekühlte Motoren gibt es im Offroad Motorrad-Motorsport schon gefühlte 50 Jahre lang, aber eine Wasserkühlung für Fahrer gibt’s erstmals seit gestern: Ein Feuerwehrmann mit einem XL-Dusch-Schlauch samt Tankwagen stand über die gesamte Renndauer am Rand der Strecke, und jeder Fahrer der wollte, konnte Runde für Runde dort anhalten und sich etwas Abkühlung vom heißen Sommer-Rennen verschaffen. Es entstanden teilweise sogar kleine Warteschlangen vor der Wasserkühlung.
In neun Wochen geht’s in Schrems/Waldviertel weiter
Am 1. September 2012 endet die ACC-Sommerpause, es folgt die vierte von gesamt fünf ACC Runden in Schrems. Im schönen Waldviertel (NÖ) warte heuer eine erneut verlängerten, abwechslungsreiche Strecke.
Anmeldung hierzu, Einzelresultate und Rundenzeiten aller ACC’s, Links zu zahllosen Bildern und alle weiteren Infos zur ACC-Serie gibt‘s jederzeit online unter http://www.xccracing.com/htdocs/de/startseite zu klicken!














































